Title Image

Konflikte im Team lösen

Wie Sie wirkungsvoll die Arbeitsfähigkeit im Team erhöhen

  • Eskalationsstufen festlegen

  • Konflikt visualisieren

  • Passende Form der Hilfe festlegen

Nicht jeder Konflikt ist gleich. Konflikte entstehen und entwickeln sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und in unterschiedlichen Ausprägungen. Dabei verlaufen die Dynamiken der Konflikteskalation in unterschiedlichen Eskalationsstufen. Je nach Stufe der Eskalation, kann ein Konflikt von den betroffenen Parteien selbst gelöst werden, oder es bedarf professioneller Hilfe zum Beispiel durch eine Moderation oder Mediation.

Eskalationsstufen festlegen

Erkennen und Benennen Sie den vorliegenden Konflikt anhand der dargestellten 9 Eskalationsstufen nach Friedrich Glasl (2007). Ergänzend dazu, finden Sie unter jeder Eskalationsstufe eine mögliche Form der Hilfestellung.

Konflikt visualisieren

Visualisieren Sie nun den Konflikt idealerweise auf einem Flipchart. Bilden Sie dabei in Form einer Konfliktlandschaft das Gesamtsystem mit allen dem Konflikt zugehörigen Konfliktparteien ab. Tragen Sie alle Beziehungen in der Konfliktlandschaft ein und ordnen Sie jeder Seite einer jeden Beziehung die nach Ihrer Einschätzung entsprechende Eskalationsstufe zu.

Beispiel Visualisierung

Ausgangslage ist der Konflikt zwischen «Team-A» und «Team-B». Dieser ist auf beiden Seiten der Beziehung auf Eskalationsstufe 4 eingeordnet. Das heisst, die Teams sind nicht mehr in der Lage den Konflikt selbst zu lösen. Hier bedarf es einer externen, professionellen Begleitung.

Durch die Darstellung des Gesamtsystems, in welchem die Konfliktpartien eingebettet sind, wird deutlich, dass es weitere konfliktive Beziehungen gibt. Der Konflikt zwischen «Vorstand» und Person «GL-B» befindet sich beidseitig auf Eskalationsstufe 2. Hier empfiehlt sich mittels Moderation den Konflikt rasch zu lösen. Es ist nicht auszuschliessen, dass dies einen positiven Einfluss auf die Beziehung zwischen Person «GL-B» und dem «Team-A» hat.

Der Konflikt zwischen den Personen «GL-A» und «GL-B» ist beidseitig auf Eskalationsstufe 1. Dieser kann von den Konfliktparteien selbst gelöst werden. Die vorrangegangenen Massnahmen wirken sich dabei positiv auf eine selbstgesteuerte Entspannung des Konfliktes aus.

Die am Rand dargestellten Gruppen (Stakeholder) «Kunden» und «Lieferanten» ergänzen das Bild der Konfliktlandschaft. Dies dient einerseits der Orientierung und kann andererseits helfen, sich den Auswirkungen und Konsequenzen, wenn die Konflikte nicht gelöst werden, bewusst zu werden. Sie helfen die Notwendigkeit zur Konfliktlösung zu verdeutlichen.

Passende Form der Hilfe festlegen

Im letzten Schritt fassen Sie die passende Form der Hilfe pro Konfliktbeziehung zusammen. Sie haben so einen einfachen und klaren Überblick über die einzuleitenden Massnahmen.

Im vorliegenden Beispiel sind dies:

  • Selbsthilfe – für den Konflikt zwischen den Personen «GL-A» und «GL-B»
  • Moderation – für den Konflikt zwischen «Vorstand» und Person «GL-B»
  • externe Prozessbegleitung – für den Konflikt zwischen «Team-A» und «Team-B»

Empfehlung – 30min Zeit nehmen

Erfahrungsgemäss benötigen Sie für die Visualisierung samt Festlegen der Eskalationsstufe und Form der Hilfe ca. 30min Zeit. Zeit die vor allem zu Beginn eines Konfliktes gut investiert ist. Erstellen Sie die Konfliktlandschaft so früh wie möglich, sobald Sie einen Konflikt oder eine konfliktive Beziehung wahrnehmen.

Mit der Umsetzung der daraus abgeleiteten Formen der Hilfe erhöhen Sie rasch und wirkungsvoll die Arbeitsfähigkeit im Team. Warten Sie nicht zu lange, da sich die Eskalationsstufen aufbauend verhalten. Je weiter fortgeschritten ein Konflikt eskaliert ist, desto aufwendiger wird nicht nur dessen Lösung, sondern desto negativer sind auch dessen Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Arbeitssystems.

Diese Webseite verwendet Cookies, klicken Sie auf "Akzeptieren" wenn Sie damit einverstanden sind.
Mehr Informationen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close